Österreichische Gazahilfe läuft nun an!


Bei der Veranstaltung am 23.10. erstattete der medizinische Koordinator der Aktion, Dr. Shadi Abu Daher, einen ausführlichen Bericht über seinen jüngsten Besuch in Gaza, bei dem er auch die für medizinische Behandlung in Österreich vorgesehenen Verletzten gesehen und die nötigen Voraussetzungen für den Transport der ersten Gruppe in die Wege geleitet hat. Insgesamt ist vorgesehen, 24 Patienten nach Österreich zu bringen, die ersten sechs werden bereits in den ersten Novembertagen erwartet. Diese sollen in St. Pölten und Wien behandelt werden. Die NÖ-Landesregierung und die Gemeinde Wien werden die Behandlungskosten übernehmen. Für die weiteren Patienten haben sich die Landesregierungen von Burgenland und Oberösterreich sowie die AUVA und die Vizenzgruppe zur Übernahme der Behandlungskosten bereit erklärt. Die sonstigen anfallenden Kosten wie Flüge, weitere Transporte, Kosten für Betreuung und Übersetzungen etc. werden aus den Ergebnissen unserer laufenden Sammlung finanziert.

Der organisatorische Koordinator der Aktion, GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger berichtete über weitere Details der Aktion. Es bestehe auch die Möglichkeit, weitere Verletzte nach Deutschland zu bringen, entsprechende Kontakte mit deutschen Organisationen seinen bereits aufgenommen. Dadurch könnte noch einer weitaus größeren Anzahl von Verletzten geholfen werden.

Der Palästinensische Botschafter Salah Abdel Shafi begrüßte diese äußerst wichtige humanitäre Aktion und bedankte sich vor allem bei der Palästinensischen Ärzte- und Apothekervereinigung Österreich, bei Rahma Austria sowie der Gesellschaft für Österreichische-Arabische Beziehungen für ihre Initiative und ihren unermüdlichen Einsatz. Er betonte aber auch, dass derartige humanitäre Hilfsaktionen – so wichtig sie auch sein mögen – nur einen Teil der Solidaritätsarbeit mit Palästina darstellen. Er erinnerte daran, dass trotz der jüngsten Konferenz zur Finanzierung des Wiederaufbaues in Gaza die Abriegelung und der Boykott des Gazastreifens noch immer in Kraft sind und es daher zunächst vor allem daraum gehe, diese unmenschlichen Sanktionen gegen die Menschen in Gaza aufzuheben. Danach sei es wichtig, dass die Regierung der Nationalen Einheit ihre Arbeit ungestört aufnehmen kann und dass die seit langem auf Eis gelegten Verhandlungen um eine politische Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes endlich wieder aktiviert werden. Dafür wird es aber unbedingt nötig sein, dass die Internationale Staatengemeinschaft massiven Druck auf Israel ausübt, dessen Verweigerung von fairen und dem Völkerrecht entsprechenden Verhandlungen auf gleicher Augenhöhe endlich aufzugeben.


Spenden sind erbeten:
GÖAB-Arabienhillfe

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Die Österreichische Gazahilfe ist auch auf facebook unter „Gazahilfe Austria“ zu finden.


Der aus Gaza stammende Student Hassan Al Najjar weilte vom 6.-13.12. zu medizinischen Untersuchungen in Wien. Die Kosten übernahmen Rahma Austria und die GÖAB.