Österreichische Libyenhilfe

Österreich
hilft Libyen


Die sechsjährige Libyerin Raghed Mohamed zur dritten Herzoperation in Österreich.

Die kleine Raghad kam am vergangenen Wochenende (25.6.2016), von ihren Eltern und ihrem einjährigen Bruder begleitet, in Wien an und wurde bereits am Mo, 27.6. in der Kinderklinik des Landeskrankenhauses Linz aufgenommen, am gleichen Tag wurde noch die erste Operation durchgeführt.Die Behandlungskosten übernimmt wieder die OÖ Landesregierung.
Den Rest übernimmt die GÖAB und private Spender.

Spenden sind erbeten an: GÖAB-Arabienhilfe, ERSTE Bank IBAN: AT44 2011 1285 2009 6803.

 

Am 11.12. kam die kleine Libyerin Raghad Adel Mohammed mit ihren Eltern und ihrem 6 Monate alten Bruder in Wien an. Sie wurde bereits vor zwei Jahren in der Kinderherzstation des Landeskrankenhauses Linz operiert; leider sind Komplikationen aufgetreten, die eine neuerliche Behandlung in Linz notwendig machen. Die medizinischen Kosten trägt die oö Landesregierung, die restlichen Kosten teilt sich die Familie mit privaten Sponsoren und der GÖAB.



Nach erfolgreicher Operation im Landeskrankenhaus Linz konnte die kleine Raghed endlich am 31.1.2016 mit ihren Eltern zurück in ihre Heimat reisen. Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit nochmals bei dem höchst professionellen Ärzteteam für die geglückte Opereation, dem Pflegepersonal für die ausgezeichnete Betreuung, dem Teddyhaus in Linz für die Unterbringung des Vaters und des kleinen Bruders während des Spitalsaufenthaltes der Patientin und ihrer Mutter und auch der OÖ Landesregierung für die Übernahme der neuerlichen Behandlungskosten bedanken.

Bislang erfolgreichste GÖAB-Hilfsaktion in Libyen!

bislang erfolgreichste Einsatz im Rahmen der Österreichischen Libyenhilfe. Das siebenköpfige österreichischeTeam weilte vom 20.-27.1.2013 in Sabratha und
arbeitete dort im Sabratha Hospital sowieim Sabratha Oncology Hospital. Insgesamt wurden 633 Untersuchungen und Therapien, 25 Operationen
sowie 2 Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. Das Team bestand aus folgenden Damen und Herren:

Prof. Dr. Maria Deutinger (Plastische Chirurgin, Rudolfstiftung Wien)
Dr. Nina Gösseringer (Plastische Chirurgin, Rudolfstiftung Wien)
Prim. Dr. Eckart Breinl (Urologe, LKH St. Pölten)
Dr. Krisztina Slavei (Anästhesistin, LKH Krems)
OA Dr. Roland Frank (Unfallchirurg, UKH Meidling der AUVA)
Dr. Ali Hatmi (Unfallchirurg, in Wien ausgebildet, dzt. in Deutschland)
Herr Jürgen Kahr (Physiotherapie, Rehabilitation, Fa. Orthoben)

Die Mitglieder des österreichischen Teams arbeiteten im Wesentlichen in drei Gruppen und konzentriertensich auf die Bereiche Plastische Chirurgie,
Urologie sowie Unfallchirurgie/Orthopädie/Rehabilitation. Die Mitglieder des Teams und GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger nutzten
diesen Aufenthalt auch dazu, mit den Verantwortlichen der beiden Spitäler über eine weiterführende Zusammenarbeit,
welche auch auf die Weiter- und Fortbildung libyscher Ärztinnen und Ärzte ausgeweitet werden soll, zu sprechen. Die im Zuge dieser Gespräche
diskutierten Ideen werden nun in den nächsten Wochen konkretisiert und den betroffenen Partnern in Libyen und Österreich vorgelegt.
Bei dieser Gelegenheit soll auch erwähnt werden, dass bereits vor der Abreise des Teams Gesprächemit Vertretern der libyschen
Gesundheitsbehörden und der libyschen Botschaft in Wien aufgenommen worden sind, um eine wesentliche Verbesserung
der medizinischen Behandlung libyscher Patienten in Österreich zu erreichen. Durch eine engere Kooperation
und eine insgesamt professionellere Vorbereitung, Durchführung und Nachbearbeitung der Behandlung
von Patienten aus Libyen soll sowohl eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse aber auch eine kostengünstigere Durchführung
des gesamten Programmes erreicht werden. Konkrete Ergebnisse sollen bereits in wenigen Wochen vorliegen.

Abschließend soll noch erwähnt werden, dass Generalsekretär Fritz Edlinger und der Wiener Vertreter von
Wafa, Mohamed Oshan, auch ein ausführliches Gespräch mit dem Libyschen Außenminister und Minister
für Internationale Zusammenarbeit Mohamed Abdelaziz über eine Vertiefung der österreichisch-libyschen
Zusammenarbeit geführt haben. Hier sind vor allem Projekte im Bereich der Unterstützung der im Aufbau
befindlichen libyschen Zivilgesellschaft, der Berufsausbildung sowie auch der Rehabilitation von Verletzten
und Behinderten besprochen worden. Nähere Details sollen im Laufe der nächsten Wochen und Monate
erörtert werden. Jedenfalls hat der libysche Minister sein großes Interesse an einer Vertiefung der bilateralen
Zusammenarbeit zum Ausdruck gebracht.

Alles in allem war diese Mission zweifellos die bislang erfolgreichste seit Beginn der Österreichischen-Libyenhilfe
Anfang 2012.

Sponsoren:
Die Mission wurde von folgenden Firmen und Institutionen unterstützt:

Austrian Airlines, AUVA, LIONS Wien-Belvedere, NÖ Landeskliniken-Holding, OMV, VAMED Management
u. Service GmbH & Co KG sowie dem Wiener Krankenanstaltenverbund.

Für die Fortsetzung unserer humanitären Tätigkeiten in Libyen (und auch in Ägypten) benötigen wir dringend
weitere Spenden.

Überweisungen sind erbeten auf das Projektkonto:
Konto Nr. 28520096803
BLZ 20111
IBAN AT44 2011 1285 2009 6803
BIC GIBAATWW


Impressionen

Ein Teil der Gruppe beim Abflug
Vor dem Eingang des Sabratha Hospitals

Dr. Frank vor dem Informationsbanner über unseren Einsatz

Prof. Hobiger samt Team bei der Arbeit

Dr. Frank bei der Arbeit

Prim. Dr. Breinl bei Untersuchung und Operation

Die Verabschiedung des Teams durch Vertreter der lokalen Behörden

 

Vier weitere Patienten zur Behandlung in Österreich

In der zweiten Jahreshälfte 2012 konnten wir die medizinische Behandlung von vier libyschen Kindern in Österreich organisieren:

Ayoub Daiab: 12 Jahre alter Knabe mit einer schweren Verätzung der Speiseröhre; Operation und nachfolgende Kontrolluntersuchung
im Donauspital Wien; Spitalsaufenthalte: 23.4.-5.6. sowie 11.6.-13.6. und 1.9.-4.9.2012.
Finanzierung der Behandlungskosten durch die libysche Regierung.

Sahra Geshash: 12 Jahre altes Mädchen mit einen Hauttumor im Augenbereich; Operation in der Klinik House of excellentbeauty
in Innsbruck; Aufenthalt in Österreich: 3.-30.9.2012.
Private Finanzierung der Behandlungskosten.

Gasem Raghad Abdul: 1 Jahre altes Mädchen mit schwerem angeborenen Herzfehler; Behandlung im Landeskrankenhaus Linz;
Übernahme der Behandlungskosten durch das Land Oberösterreich.

Ibrahim Tawfeek Alganoodi: 5 Jahre alter Knabe mit angeborener Fehlbildung des Darms sowie angeborenem Herzdefekt;
Ankunft in Wien am 28.11.2012, Behandlung im Donauspital Wien;
Übernahme der Behandlungskosten durch die Gemeinde Wien.


Libyenhilfsaktion – ein dritter Bericht

Im Zuge der jüngsten Libyenhilfsaktion kam es auch zu hochrangigen politischen Gesprächen.

Der libysche Übergangspräsident Mustafa Abd al-Dschalil, der zu einem geringfügigen chirurgischen Eingriff im Medical Center in Benghazi weilte,
empfing unser Benghazi-Team und bedanke sich beim Österreichischen Volk für die großzügige Unterstützung. Insbesondere bedankte er sich bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer,
dessen persönliches Engagement erst die Entsendung eines derart umfangreichen Hilfsteams ermöglicht hatte.
In einem Gespräch mit dem Mitglied und Sprecher des Nationalen Übergangsrates Dr. Mohamed N. Elharezi bestand die Möglichkeit zu einem ausführlichen Meinungsaustausch.



Libyenhilfsaktion – ein zweiter Bericht

Erfolgreiche medizinische Mission der GÖAB in Libyen!
Die jüngste medizinische Mission der „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ (GÖAB) in Libyen ist erfolgreich abgeschlossen worden. Das Team umfasste 30 Mitglieder,
davon 18 ÄrztInnen und sonstiges medizinisches Personal, welche 10 Tage lang (3.-12.5.2012) in Benghazi und Gharyan im Einsatz waren. Als lokaler Partner agierte –
wie bereits bei der ersten Mission eines österreichischen Teams Ende Jänner – die libysche humanitäre Organisation Wafa (We are for all).
Die Aktion wurde vor allem durch die massive Unterstützung seitens des Österreichischen Bundesheeres, welches den Transport
des Teams und diverser Hilfsgüter mit einer Hercules-Maschine durchführte, möglich.

Das Team konzentrierte sich auf folgende Institutionen: Benghazi Medical Center und Al-Bayda Hospital in Benghazi sowie Gharyan Hospital
und Polyclinic Gharyan, wobei das Benghazi-Team aus Unfall-, orthopädischen und plastischen Chirurgen (insgesamt 4 Personen),
einem Anästhesisten, einem OP-Helfer und zwei Psychologinnen und das Gharyan-Team aus einem Unfallchirurgen, einem Orthopäden,
einen Anästhesisten, zwei Assistenten und einem OP-Helfer, einem Physiotherapeuten, einem Orthopädietechniker sowie einem Psychologen bestand.
Die beiden Gruppen führten insgesamt folgende Tätigkeiten aus: 651 Untersuchungen und Therapien, 18 Operationen, 19 Fortbildungen und 145 Infiltrationen.
Die einzelnen Maßnahmen reichten von der Versorgung frischer Verletzungen über die Korrektur bzw. Nachbehandlung von älteren Verletzungen
über psychologische Beratungen bis hin zu einzelnen physiotherapeutischen Behandlungen.

Einen beträchtlichen Stellenwert nahmen auch Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen für lokales Personal ein.
Der Einsatz kann – unten den in Libyen nach wie vor herrschenden schwierigen äußeren Umständen – als recht erfolgreich bezeichnet werden.
Vor allem die Tätigkeit in Gharyan, einer ca. 100 km südlich von Tripolis gelegenen Bezirksstadt mit ca. 150.000 Einwohnern, war äußerst erfolgreich und
ist sowohl von der Bevölkerung als auch vom Personal des Spitals mit großer Zustimmung aufgenommen worden.

Parallel zum Einsatz der beiden Teams haben die Verantwortlichen der GÖAB auch eine Reihe von Gesprächen über die Errichtung
von Rehabzentren geführt. Daran besteht ein beträchtlicher Bedarf, da die meisten der im Zuge des Krieges Verletzten
nach wie vor einer sachgemäßen Rehabilitation bedürfen. GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger gab nach Abschluss des Einsatzes
seiner Hoffnung Ausdruck, dass es bereits in Kürze zu konkreten Vereinbarungen bezüglich der Inangriffnahme derartiger Projekte kommen werde.
Jedenfalls stünden dem medizinischen Team der GÖAB genügend erfahrene Experten zur Verfügung. Zudem sei auch eine Kooperation mit der AUVA,
die in Libyen auch durch einen versierten Unfallchirurgen vertreten war, in Diskussion.
Hilfsmittel werden erst später übergeben

Die in Vorbereitung der Mission gesammelten Hilfsgüter, darunter hochwertige Baby- und Kindernahrung, medizinische Verbrauchsgüter und Heilbehelfe,
konnten leider nicht alle mit der Hercules-Maschine des Bundesheeres transportiert werden. Diese – immerhin Güter im Ausmaß von 15 Tonnen -
sind derzeit per Container nach Libyen unterwegs und werden im Laufes des Juni von Wafa an Bedürftige verteilt. Dabei wird sich Wafa vor allem
auf den Süden Libyens konzentrieren. Aus Sicherheitsgründen war es leider nicht möglich – wie ursprünglich geplant – auch ein Team nach Sabha zu entsenden.
Dies soll zumindest durch die Verteilung von Hilfsgütern teilweise kompensiert werden. Bei der Zusammenstellung dieser Güter ist vor allem die Unterstützung
des Arbeitersamariterbundes, der deutschen Organisation „Freundschaft mit Valjevo e.V.“ und der Firma Porr zu danken.
Weiters ist die Aktion von folgenden Institutionen unterstützt worden: Ärzteservice Dienstleistung GmbH, Asamer, AUVA, Bständig, Frühwirth & Söhne,
Hipp, Dr. Michael Matzner, Koloszar, Lohmann & Rauscher, Plasser & Theurer, Wirtschaftskammer Wien sowie Wiener Krankenanstaltenverbund.
Weitere Hilfe ist dringend nötig!


Die GÖAB wird gemeinsam mit Wafa auch weiterhin Hilfsmaßnahmen für die libysche Bevölkerung durchführen.
Dafür ist dringend weitere finanzielle Unterstützung notwendig.

Spenden sind erbeten auf das Projektkonto Nr. 285-200-968/03 bei der ERSTE Bank (BLZ 20111). (IBAN: AT44 2011 1285 2009 6803, BIC: GIBAATWW).

Libyenhilfsaktion – ein erster Bericht

Die Libyenhilfsaktion der GÖAB, an der insgesamt 30 Personen, darunter 18 ÄrztInnen und Angehörige anderer medizinischer Berufe, teilnehmen hat also am 3.5. begonnen.
Das Team hat inzwischen seine Tätigkeit im Medical Center in Bengazi sowie im Spital in Garian aufgenommen. Angesichts der insgesamt recht chaotischen Zustände
in Libyen waren wir mit einer Reihe von unvorhergesehenen Problemen konfrontiert, sodass leider nicht alle Erwartungen erfüllt werden konnten.
Dennoch hat die Aktion zur Verbesserung der teilweise recht schlechten medizinischen Versorgung in Libyen beigetragen
und zudem auch weitere Erfahrungen für zukünftige Einsätze gebracht.

Anbei erste Fotos vom Abflug des Teams aus Linz-Hörsching sowie von der Ankunft in Tripolis.

Weitere Berichte folgen.



Ein erster Bericht aus Linz-Hörsching

Unter dem Slogan „Austrian-Libyan Friendship“ beginnt am Donnerstag, 3.5.2012, in Linz-Hörsching eine umfangreiche
sozial-medizinische Hilfsaktion für Libyen. Mit einer C-130 Hercules-Transportmaschine des Österreichischen Bundesheeres wird
ein 30 köpfiges Hilfsteam abfliegen, an Bord sind ca. 2 Tonnen Hilfsgüter. Das Team wird bis 12.5. in Libyen bleiben. Zur selben Zeit verlässt
ein Container mit weiteren 15 Tonnen Hilfsgüter Linz in Richtung Libyen. Diese Hilfsgüter werden zu einem späteren Zeitpunkt
an Gesundheitseinrichtungen und sozial bedürftige Familien verteilt werden.

Initiatorin und Organisatorin dieser Aktion ist die „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ (GÖAB)
in Zusammenarbeit mit der libyschen humanitären Organisation Wafa (We-are-for-all). In Österreich haben sich neben dem Bundesheer
auch der Arbeitersamariterbund, die Austrian Arab Medical Society und das Ärzteservice an der Organisation beteiligt. Aus Deutschland kam
tatkräftige Unterstützung seitens der Organisation „Freundschaft mit Valjevo e.V.“.

Folgende Sponsoren unterstützten die Aktion: AMEX, Asamer, AUVA, Bständig, Frühwirth & Söhne, Hipp, Dr. Michael Matzner, Koloszar, Lohmann & Rauscher,
Porr und die Wirtschaftskammer Wien. Der Wiener Krankenanstaltenverbund unterstützte die Mission ebenfalls.

Das österreichische Team besteht aus 9 ÄrztInnen, 3 PsychologInnen, 5 OP-Helfer und Kranken-pflegerInnen sowie einem Orthopädietechniker.
Weiters werden 3 Vertreter von einschlägig tätigen medizinischen Organisationen, 3 Journalisten, 2 Vertreter von Wafa, 2 Vertreter der GÖAB sowie
ein Mitarbeiter der Ärzteservice Dienstleistung GbmH der Delegation angehören.
2 Mitarbeiter des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport begleiten die Gruppe.

Umfassendes Hilfsprogramm

Das Programm des österreichischen Teams beinhaltet recht unterschiedliche Bereiche:

Der Delegationsleiter, GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger, stellte zu der immer wieder geäußerten Frage, ob es denn sinnvoll und notwendig sei,
einem reichen Ölstaat wie Libyen humanitäre Hilfe aus Österreich zukommen zu lassen, klar, dass man sich bereits Ende des Vorjahres
und Anfang 2012 während Reisen nach Libyen davon überzeugen konnte, dass dort großer Mangel herrsche und zwar sowohl was die Versorgung
mit Medikamenten und Lebensmitteln anbelangt als auch hinsichtlich der Qualität der sozialen und medizinischen Versorgung.
Die provisorische Regierung sei bislang nicht imstande gewesen, hier spürbar Abhilfe zu schaffen. Auch der Großteil der nach wie vor
im Ausland eingefrorenen Geldmittel stünde noch nicht zur Verfügung und die Wirtschaft des Landes hat sich von den Wirren und Zerstörungen
des Bürgerkrieges bei weitem noch nicht erholt. Solange sich also keine spürbare Verbesserung registrieren lässt, hält er eine humanitäre Hilfe aus Europa
für absolut notwendig. Abschließend stellte der GÖAB-Generalsekretär auch klar, dass die österreichische Hilfe ausschließlich über libysche
Nicht-Regierungsorganisationen verteilt werde.
Dies stelle auch einen konkreten Beitrag zum dringend notwendigen Aufbau einer libyschen Zivilgesellschaft dar.

Weitere Berichte folgen!

Weitere Spenden sind dringend für die medizinische und soziale Hilfe erforderlich!

Diese sind erbeten auf das Konto Nr. 285-200-968/03 bei der ERSTE Bank (BLZ 20111).

(IBAN: AT44 2011 1285 2009 6803, BIC: GIBAATWW)


Drei weitere libysche Patienten angekommen
Im Laufe der vergangenen Woche sind drei weitere Patienten aus Libyen zur medizinischen Behandlung nach Wien gekommen.
Bereits am Donnerstag 19.4. ist der an einem schweren Augenleiden laborierende 44jährige Khaled Mahfud angekommen,
am Sonntag, 22.4. schließlich waren es der zweijährige Daiab Ayoub, der an den Folgen einer schweren Verätzung der Speiseröhre leidet,
sowie der 38jährige Nasser Alorabi mit einer komplizierten Rückenverletzung. Die Behandlungen, welche entweder von den Patienten selbst oder
von der libyschen Regierung finanziert werden, finden in Graz und Wien statt. Im Rahmen der „Österreichischen Arabienhilfe“ hat die GÖAB
gemeinsam mit der neugegründeten „Austro-Arab Medical Society“ die Behandlungsplätze, die Visa und sonstige organisatorischen Dinge veranlasst.
Die Fotos zeigen den 2jährigen Daiab (mit seinem Vater Hussein) sowie Nasser Alorabi und Mitglieder der libyschen Gemeinde aus Wien.

 

Höchst erfolgreicher Einsatz eines österreichischen Ärzteteams in Libyen

Vom 22.-29.1.2012 weilte ein von der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen (GÖAB) gemeinsam mit der libyschen Hilfsorganisation WAFA organisiertes
österreichisches medizinisches Team in Libyen. Im Spital der Stadt Sabrata wurden insgesamt 403 Untersuchungen und 17 Operationen, 22 Infiltrationen sowie 15 Ultraschalluntersuchungen
durchgeführt. Dem Team gehörten plastische und orthopädische Chirurgen, Gynäkologen, Anästhesisten, eine praktische Ärztin und ein OP-Assistent an. Neben den konkreten Behandlungen
wurden noch 6 Fortbildungsveranstaltungen für libysche ÄrztInnen abgehalten und weiterführende Kontakte aufgenommen. Die beiden durchführenden Organisationen verfolgten
mit dieser ersten Delegation auch die Absicht, weitere ähnliche Entsendungen und auch konkrete medizinische österreichisch-libysche Kooperationen vorzubereiten.
Für April ist bereits die Entsendung eines weiteren, weitaus umfangreicheren, Teams geplant.
Im Rahmen eines Gespräches von GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger mit der neuen libyschen Gesundheitsministerin Dr. Fatma al-Hamroush wurden auch bereits einige
weitere Projekte besprochen, welche bereits in den nächsten Tagen mit Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit in Wien besprochen werden.
Auch der neue österreichische Botschafter Franz Hörlberger und der Handelsdelegierte David Bachmann trafen die Mitglieder des Teams und überzeugten sich von
deren hervorragender medizinischen und humanitären Arbeit.
Im Rahmen dieses ersten Aufenthaltes österreichischer Spezialisten in Libyen wurden auch einige Patienten, zumeist Kinder, untersucht, deren weitere Behandlung
im Laufe der nächsten Wochen in Österreich organisiert werden soll. GÖAB und WAFA setzen damit ihre bereits im Vorjahr begonnene „Österreichische Arabienhilfe“ fort.
Im Rahmen dieser für verletzte und kranke Ägypter und Libyer durchgeführten Aktion wurden in den vergangenen 10 Monaten 17 zum Teil
lebensrettende Operationen in österreichischen Spitälern durchgeführt und auch gemeinsam mit den jeweiligen Spitalserhaltern finanziert.
Für die kommenden Wochen sollen nun weitere drei Ägypter und vier Libyer nach Österreich gebracht werden. Im Unterschied zu anderen laufenden Projekten
zur Behandlung libyscher Patienten stellt dieses Projekt kein kommerzielles sondern ein ausschließlich humanitäres dar.

Die Finanzierung wird durch Beiträge der einzelnen Spitalserhalter sowie einer großen Anzahl von Sponsoren und Einzelspendern sichergestellt.
Diesen sei an dieser Stelle nochmals gedankt.
Der jüngste Einsatz wurde vor allem von der Firma PORR unterstützt.

Die „Österreichische Arabienhilfe“ benötigt zur Fortsetzung ihrer diversen Projekte dringend weitere finanzielle Unterstützung.
Spenden sind erbeten auf das Projekt-Sonderkonto
Nr. 28520096803 bei Erste Bank, BLZ 20111, Kennwort „GÖAB


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Baby aus Libyen zu lebensrettender
Herzoperation nach Österreich gebracht

Am 20.12. kam mit dem drei Monate alten Mädchen Gasem Raghed Adel Abdul ein schwer herzkrankes libysches Kind nach Österreich,
um hier dringend notwendige Operationen über sich ergehen zu lassen. Unter den Gegebenheiten in Libyen hätte das Mädchen
kaum Überlebenschancen gehabt. Dies war auch ausschlaggebend, warum wir diese kleine Patientin ausnahmsweise im Rahmen
unseres Hilfsprogrammes für Verletzte des libyschen Bürgerkrieges akzeptierten. Die kleine Gasem stammt aus Tripolis und wurde von ihren Eltern,
deren erstes und einziges Kind sie ist, auf ihrer Reise nach Österreich begleitet. Gasem und ihre Eltern wurden sofort vom Flughafen nach Linz gebracht,
wo sie auf Kosten der Landesregierung Oberösterreich (herzlichen Dank!!) in der Landes-Kinderklinik behandelt wird.

Weiterer libyscher Patient eingetroffen

Am 20.9. ist ein weiterer Patient aus Libyen zur medizinischen Behandlung in Österreich eingetroffen. Es ist ein 17 Monate alter Bub mit einigen angeborenen Herzfehlern,
die in Libyen (und auch in Tunesien) nicht behandelt werden können. Der kleine Huthaifa ist in Begleitung seines Vaters in Wien angekommen und sofort nach Linz in
das Landeskrankenhaus gebracht worden. Die Operationskosten trägt das Land OÖ (herzlichen Dank!), den Rest die Österreichische Ägyptenhilfe.

Weitere Patienten (Kriegsverletzte) werden in den nächsten Wochen erwartet.

Wir bitten dringend um weitere Spenden auf das Konto Nr. 28520096803 bei der ERSTEN (BLZ 20111).

 

Erstes libysches Opfer
zur Behandlung in Wien eingetroffen

Am 2.6. ist das erste Opfer des Bürgerkrieges in Libyen zur medizinischen Behandlung in Wien eingetroffen.
Der 16 Jährige Omran Hatem Senussi wurde am Beginn der Angriffe der libyschen Armee auf Bengazi
als völlig unbeteiligter Zivilist schwer verletzt. Die Kugel steckt noch immer in seinem Rückgrat und er ist seit damals
von der Körpermitte abwärts gelähmt. Er wird am 3.6. in der neurochirurgischen Abteilung des Landesklinikums St. Pölten aufgenommen.
Die Behandlungskosten übernimmt die Niederösterreichische Landesregierung.